Sonntag, Dezember 10, 2006

... unser täglich Brot ...

Hallo Ihr Lieben,
ich bin mir nicht sicher, aber ich denke, dass ich mich bisher noch nicht zum Thema "... unser täglich Brot ..." und damit zu meinem beruflichen Alltag geäußert habe. Und weil die eine oder andere Anekdote - zumindest mit etwas Abstand betrachtet - durchaus auch ihre lustige Seite hat, möchte ich das an dieser Stelle einmal nachholen:
  1. Sätze wie "Messer, Gabel, Schere, Licht, sind für kleine Kinder nicht" werden ja bereits seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben. Und dennoch übt besonders das Element "Feuer" eine große Faszination vor allem auf den männlichen Teil der Bevölkerung im Alter von 12 bis 18 Jahren aus. Zum einen sicher, weil man es vortrefflich nutzen kann, um die obligatorischen Zigaretten/Joints damit anzuzünden. Zum anderen aber auch, weil man damit durchaus spektakulär anmutende Aktionen durchführen kann: z.B. kann man die Verdünnung, mit der man eigentlich Pinsel säubern soll, über die Spitze des eigenen Arbeitsschuhs verteilen und diese dann entzünden ... besonders vortrefflich in direkter Nähe - etwa 1,5 Meter - zum "Praxibereich Holztechnik", dem Teil des Unternehmens also, in dem sich das meiste brennbare Material befindet.
  2. "Der Urlaubsantrag ist 3 Werktage VOR Beginn des Urlaubs beim Sozialen Dienst einzureichen" ... und dennoch erscheinen immer wieder Jugendliche, die sich für "moje freiholle" möchten. Hin und wieder ist man ja dann auch geneigt, eine Ausnahme zu machen. Lediglich ein ORDENTLICHER Grund - Todesfall, Geburt, Hochzeit etc. - wäre hierfür zu nennen. Zumindest dachte ich das bis zu jenem Tag, als einer meiner Teilnehmer eben eine solche Sondergenehmigung erbat. Nach dem Grund gefragt, antwortete er nur: "Ich muss echt mal ausschlafen." ... UNSEREINS hat sich seinerzeit wenigstens noch RICHTIGE Ausreden einfallen lassen!
  3. Der eine oder andere meiner Teilnehmer ist ja in psychiatrischer Behandlung (Anmerkung: sicher nur ein Bruchteil derer, bei denen eine solche Behandlung sinnvoll wäre). Und so kam es in einer der vergangenen Wochen zu der Aussage: "Ich kann am Donnerstag in zwei Wochen nicht zur Arbeit kommen. Da habe ich einen Termin beim Psychopathen."
  4. Im Personalbogen werden meine Teilnehmer unter anderem auch zu ihren Hobbies befragt. Meist liest man dort Antworten wie "Computer spielen", "Fernsehen", "Fußball", "Einen trinken gehen" etc. (Anmerkung: die exakte Schreibweise kann an dieser Stelle aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten leider nicht wiedergegeben werden). Seltener finden sich auch Hobbies wie "Lesen" unter den Angaben. Einer meiner Teilnehmer hat seinerzeit das Feld genutzt, um "Auf die Jagd gehen" anzugeben ... eigentlich eine - in Anbetracht diverser Amokläufe - nicht wirklich Mut machende Äußerung. Aber eben dieser junge Mann ist nicht nur sozial sehr integriert und "normal", sondern hat sich jüngst bei einem JAGDUNFALL noch auf Monate selbst gehandicapped. Nicht, dass ihr jetzt denkt, er sei angeschossen worden oder ähnliches. NEIN! DAS wäre zu einfach gewesen! Vielmehr ist ihm "der Hochsitz auf die Hand gefallen"!

... to be continued! :o)

Wellness?!

Hallo Ihr Lieben,
nach einigen Wochen der Abstinenz hat mein eigener - und ja eigentlich auch noch nicht allzu betagter - BLOG sich wieder den Weg in mein Gedächtnis gebahnt. Und natürlich ist in all der Zeit auch so Einiges passiert, über das es sich zu schreiben gelohnt hätte ... aber jetzt bin ich ja wieder da. :o)
Und zunächst möchte ich mich einmal dem Thema Wellness widmen:
"Per Definition leitet sich der Begriff Wellness von den Begriffen Wellbeing und Fitness bzw. Wellbeing und Happiness ab, d. h. das Lebensstilkonzept Wellness zielt auf Wohlbefinden, Spaß und eine gute körperliche Verfassung ab. Heute versteht man unter Wellness vor allem Methoden und Anwendungen, die das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden steigern." ... so weit die Ausführungen bei WIKIPEDIA ... geGOOGLET ergeben sich 164.000.000 Ergebnisse für diesen Begriff, was darauf schließen lässt, dass er recht inflationär genutzt und gesucht wird.
Und auch im Rahmen der Kommunikation im Freundes- und Bekanntenkreis fällt der Begriff "Wellness" immer wieder. Unter anderem wird er im Zusammenhang mit Gutscheinen für Wochenenden zum Geburtstag (mehrheitlich zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr), mit Sauna- oder Hamambesuchen oder aber mit Massagen verwendet.
... womit wir jetzt an meinem eigentlichen Gedankengang angekommen wären :o) Meine Wenigkeit zählt nämlich zu dem - anscheinend sehr erlauchten - Kreis derer, die von ihrem Orthopäden eben letzteres verschrieben bekommen haben. Und nach einigen neidvoll klingenden Äußerungen von Menschen aus meinem sozialen Umfeld habe ich mich wirklich sehr auf die erste Massage meines Lebens gefreut. Denn wer freut sich nicht auf eine Anwendung, die das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden steigert und für die man im Normalfall ca. 20 Euro berappen muss?!
Nur, dass MEINE Erfahrungen mit dieser Anwendung - auch nach dem 5. Termin - weniger eine Steigerung meines persönlichen Wohlbefindens als vielmehr einen sprunghaften Anstieg der Anzahl blauer Flecken auf meinem Rücken bzw. der Kopfschmerztage in meinem Leben zur Folge hatten. Und immer wenn ich meinen Physiotherapeuten auf meine sehr gering ausgeprägte Schmerztoleranz und die Differenz zwischen Vorstellung und Wirklichkeit im Bezug auf Massagen anspreche, sagt dieser nur - und dabei kann ich das breite Grinsen förmlich hören: "Sie sind ja auch nicht zum Spaß hier, oder?!" ... Ach nein?! DAS hätte man mir aber auch wirklich vorher sagen können!