Sonntag, Januar 21, 2007

Neue Deutsche Welle

Hallo Ihr Lieben,
keine Sorge: ich werde an dieser Stelle nicht meine eigene kleine Chart-Show installieren und Euch die 30 "besten" Hits zu unterschiedlichen Musikstilen in umgekehrter Reihenfolge präsentieren. Zwar wurde dieses Format bei RTL bereits erfolgreich etabliert, aber da mein BLOG eh nicht so wahnsinnig frequentiert wird, ist eine Auswirkung meiner persönlichen Meinung auf die gesamtdeutsche Bevölkerung und damit auf den Plattenverkauf der BRD nicht eben wahrscheinlich.
Vielmehr möchte ich mich dem Thema "Neue Deutsche Welle" von einer ganz anderen Seite widmen: vor ein paar Wochen wurde ich Zeugin eines bis dato noch nie dagewesenen Szenarios, das einmal mehr gezeigt hat, dass auch im Rahmen langjähriger intensiver Freundschaften nicht zwangsläufig alle Facetten einer Person bekannt werden.
So kann z.B. eine Frau, die nach außen hin einen eher seriösen, ziel- und erfolgsorientierten Eindruck hinterlässt, weil sie
  • einen enormen Fundus an Fachbüchern ihr Eigen nennt und diese auch alle gelesen zu haben scheint;
  • sich in eigentlich allen - bisher von mir nachgefragten - Themen unseres (Berufs-)Alltags 100%ig auskennt;
  • gerne mal ein etymologisches Wörterbuch zückt, um der wahren Herkunft eines Wortes auf den Grund zu gehen;
  • sich ein Leben ohne Fort- und Weiterbildung gar nicht vorstellen kann;
  • etc.

tatsächlich auch auf dem Gebiet der Neuen Deutschen Welle ein absoslutes ASS sein. Und das nicht irgendwie! NEIN! Denn was sie macht, das macht sie - ganz im Sinne der Erfolgsorientierung - richtig! Und "richtig" heißt in dem von mir beschriebenen Fall, dass diese Frau bereits nach den ersten TAKTEN - von Text war bis dahin weit und breit noch nichts zu hören - Lieder von Bands mit so merkwürdig klingenden Namen wie "DÖF", "Extrabreit", "Frl. Menke" oder "Spliff" zu identifizieren in der Lage war ... natürlich kannte sie auch immer den Titel des Songs!

ICH hoffe ja, dass meine Unkenntnis vor allem auf die - wenn ich das richtig in Erinnerung habe - drei Jahre Altersunterschied zurückzuführen sind. Ansonsten müsste ich mir nämlich eingestehen, dass ich für SIE noch nicht einmal als Telefonjoker im Bereich Musik, Promis etc. zu gebrauchen wäre, wohingegen sie mein Telefonjoker für jedes Wissenschaftsgebiet sein könnte. ;o)

Sonntag, Januar 07, 2007

Die Emanzipation unter dem Weihnachtsbaum?!

Hallo Ihr Lieben!
Ich weiß, dass es schon wieder wahnsinnig lange her ist, seit ich meinen letzten Post erstellt habe. Aber die letzten Wochen eines jeden Jahres sind eben doch immer etwas turbulenter und da gehen derartige "Verpflichtungen" schon einmal unter.
Nun aber zu meinem eigentlichen Thema:
Die Weihnachtsgeschichte beginnt ja mit den Worten "Es begab sich zu der Zeit ...". Und wie uns allen bekannt sein dürfte, handelt diese Geschichte von einem glücklichen Paar - Maria und Joseph - die auf dem Weg zur Volkszählung von einer "Sturzgeburt" überrascht wurden, welche dann - der Einfachheit halber - in einem Stall stattfand. Wir erfahren weiter, dass das Neugeborene sich dank des Heus und des Strohs der dort muhenden Rinder und der Wolle der dort mähenden Schafe in seiner damit ausgekleideten Krippe gleich sehr geborgen fühlte.
Außerdem wird berichtet, dass die kleine glückliche Familie nach ein paar Tagen Besuch bekam: ein Stern leuchtete den Heiligen Drei Königen den Weg und so konnten die ihre Geschenke schnell an den Mann (das Lütte) bringen.
... so weit ... so gut ...
In meiner Familie - und ich denke, da sind wir nicht die einzigen - wird diese Geschichte nun Jahr für Jahr unter Zuhilfenahme einer kleinen Krippe und entsprechender aus Holz geschnitzter Figuren nachgestellt. Zumindest war das in den vergangenen 31 Jahren meines Lebens so.
Aber in diesem Jahr hat uns die Realität eingeholt: denn unsere Maria hatte es offenbar satt, sich Jahr führ Jahr das Gesicht des gütigen Joseph zu betrachten und hat sich flugs ihr Kind geschnappt und ist mit dem Hirten, dem Ochs, dem Esel (dessen Funktion in der Weihnachtsgesichte mir leider nicht mehr einfallen wollte) und den Schafen ab durch die Mitte. Und weil nun das Kind nicht mehr in seinem eigentlich dafür vorgesehenen Stall zu finden war, wurden auch die Heiligen Drei Könige mit all ihren Geschenken von den dafür vorgesehenen Sternen (bei uns waren das immer mehrere) ganz offensichtlich an einen anderen Ort geführt.
... sollte einer von Euch unsere Krippenfiguren finden, wären wir ihm/ihr sehr dankbar. Denn der trotz allem gütig dreinblickende Joseph wirkte schon sehr einsam auf unserer Fensterbank. ;o)
... Weihnachten 2006 war trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb (?) - sehr schön!