Samstag, Februar 20, 2010

Aufbruch in ein neues Jahrzehnt!

Hallo Ihr Lieben,
nach mehrmonatiger Abstinenz habe ich mich dazu entschieden, im neuen Jahrzehnt meine Blogger-Aktivitäten wieder aufzunehmen ... es bleibt abzuwarten, wie sich das qualitativ und quantitativ entwickelt. :o)
Immerhin schon 2 Monate alt, hat das neue Jahr(zehnt) natürlich auch schon die eine oder andere Erfahrung bereit gehalten:
1. Der Jahreswechsel und seine Begleiterscheinungen
Ich gehöre ja zu den Menschen, die sich schon immer mal gewünscht haben, den Jahreswechsel alleine zu verbringen und ihn in Ruhe und vollkommener Ungestörtheit dazu zu nutzen, das vergangene Jahr mit all seinen Ereignissen Revue passieren zu lassen, aus den negativen Erfahrungen zu lernen und für all die positiven ein Reservoir anzulegen, aus dem man für den Rest des Lebens schöpfen kann. Und wie es manchmal so ist, hat mich zum Jahresende ganz unverhofft ein Schnupfen - nein! natürlich war es ein grippaler Infekt! ;o) - an die heimische Couch gefesselt und so diesen lang gehegten Wunsch wahr werden lassen.
Leider muss ich sagen, dass es nur halb so perfekt war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Mag sein, dass es an der fehlenden Vorbereitung oder dem eher mäßigen Gesundheitszustand lag. Fakt ist, dass ich - einerseits wahrscheinlich krankheitsbedingt, andererseits aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch wegen des unsagbar schlechten Fernsehprogramms - ständig eingeschlafen bin und so gar nicht dazu kam, meinen Gedanken ein wenig Struktur zu geben ... wer weiß, wozu das gut war. ;o) ... Aber nochmal kurz zum Fernsehprogramm: wenn ich nicht ein derart ausgeprägter Fernsehjunkee wäre, dann würde ich an dieser Stelle für einen ausgeprägten Boykott plädieren. Denn nicht nur die Privatsender, sondern auch die Öffentlich Rechtlichen haben sich in der Neujahrsnacht wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert und hätten finanzielle Einbußen mehr als verdient!
Ein positiver Nebeneffekt meiner Erkrankung zum Jahreswechsel war das verschobene Silvesterevent Mitte Januar. So konnte ich alle negativen Ereignisse der ersten beiden Wochen des Jahres ad acta legen und sie noch zum alten Jahr zählen. Wirklich praktisch ... ich plädiere für weitere Silvesterevents in 2010 ... am besten im regelmäßigen Turnus ... 4 Wochen wäre wohl sinnvoll, oder?!
2. Baumarktmitarbeiter - Hervorragend Eingearbeitete Liebevolle Angestellte ;o)
Die Vorteile von Ketten werden häufig unterschätzt. Ein wesentlicher Vorteil ist meiner Ansicht nach der Aufbau: Kennst Du einen Markt, kennst Du sie alle. Das spart Zeit und so ist es möglich, beispielsweise einen Baumarktbesuch auch an einem zeitlich wirklich eng bemessenen Abend noch unterzubringen.
Ein wesentlicher Nachteil von Ketten können die fehlende Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und die damit verbundene fehlende Leistungsbereitschaft sein. So kenne ich beispielsweise einen Elektrofachmarkt, von dem bestimmte Comedians behaupten, es sei "ihr Laden", in dem jeder Mitarbeiter offensichtlich einen eigenen Notausgang besitzt ... denn anders ist es kaum zu erklären, dass sie sobald sie die Witterung eines fragend dreinblickenden Kunden aufgenommen haben, sich sofort in Nichts auflösen und für mehrere Minuten von der Bildfläche verschwinden, um dann beladen mit Kartons oder wichtigen Zetteln wieder im Verkaufsraum aufzutauchen und darauf hinzuweisen, dass sie gerade wahnsinnig beschäftigt sind.
Aber um nochmal auf den o.g. Baumarktmitarbeiter zu kommen: er hat den Namen seines Arbeitgebers zum Programm gemacht und sich nicht nur hervorragend in die Materie eingearbeitet, sondern sich auch liebevollst um mich gekümmert. Und ganz phänomenal war, dass er mich angesprochen hat! Der Hammer, oder?!
Ich komme also recht gehetzt in diesen Baumarkt, um mir neue Scheibenwischer zu kaufen. - Anmerkung: wenn ihr etwas teurere Scheibenwischer eines großen deutschen Unternehmens besitzt, welches u.a. auch Wasch- und Bohrmaschinen herstellt, und an eben diesen Scheibenwischern taucht irgendwann ein kleines gelbes Warndreieck auf, dann bedeutet das, die Scheibenwischer taugen nichts mehr und sollten ausgetauscht werden. Es handelt sich dabei mitnichten um ein modisches Accessoire und auch nicht um etwas, das ihr bisher einfach übersehen hattet. - Jedenfalls stehe ich vor einer ganzen Wand mit Scheibenwischern und mache dabei wohl einen recht verwirrten Eindruck. DAS hat den Baumarktmitarbeiter jedoch nicht abgeschreckt. Er kommt also auf mich zu und zieht nicht nur den richtigen Scheibenwischer aus dem Regal, sondern erklärt mir auch noch geduldig, wie ich den beim nächsten Mal selbst finden kann. Sozusagen Hilfe zur Selbsthilfe! Als ich dann einen Blick auf den Preis erhasche und mir dabei fast die Luft wegbleibt, belässt er es nicht dabei, mich über die Vorteile des Markenprodukts gegenüber seinen Gefährten aus dem Billigpreissegment aufzuklären. Vielmehr schlägt er ohne Vorwarnung die bis dato unbeschädigte Scheibenwischerverpackung auf den Tresen und erläutert mir, dass er mir für intakte Waren in beschädigten Verpackungen 20% Rabatt berechnen darf. Kurz: ein rundum gelungener Baumarktbesuch, der mich von den Vorteilen einer gewissen Baumarktkette überzeugt hat. ;o)
3. Vermögenswirksame Leistungen und das Herkunftssystem
Wie wahrscheinlich die meisten von Euch, spare ich monatlich einen bestimmten Betrag in Form von vermögenswirksamen Leistungen. Und - auch an dieser Stelle vermute ich gewisse Parallelen - nachdem ich mich vor einigen Jahren für eine bestimmte Anlageform entschieden hatte - naja: eigentlich hatte sich mein Vater entschieden und ich hatte mich wohl seinerzeit schnell von den Vorteilen überzeugen lassen ... schon allein, um mich nicht selbst informieren zu müssen ;o) -, habe ich mich nicht mehr wirklich damit auseinandergesetzt bzw. noch nicht einmal mehr bewusst wahrgenommen, dass jeden Monat Geld von meinem Einkommen einfach gleich auf ein anderes, mir nicht zugängliches Konto überwiesen wird.
Eines der ersten Wochenenden des neuen Jahres habe ich nun genutzt, um mich mit der Entrümpelung meiner Aktenordner zu befassen. Hierfür habe ich mir übrigens sogar extra einen Aktenvernichter zugelegt. Und DAS hat richtig Spaß gemacht. So viel Spaß, dass ich mich auf die Suche nach weiteren zu vernichtenden Unterlagen begeben habe. Fündig wurde ich unter anderem bei Briefen einer mir nur sehr unterbewusst bekannten Investmentfirma. Dabei geriet glücklicherweise auch ein Schreiben in mein Blickfeld, in dem ich auf das Vertragsende meines VWL-Vertrages hingewiesen wurde. Natürlich hat sich mir die gesamte Tragweite erst nach einem Telefonat mit einer sehr freundlichen Mitarbeiterin des Unternehmens erschlossen: ich war reich! ... Zumindest so reich, dass ich meinem Bruder nach Jahren der ausgesetzten Ratenzahlungen nun endlich das zinslose Darlehen für den Kauf meines Flitzers zurückzahlen konnte, bevor eben dieser auseinanderfallen würde.
Und an dieser Stelle kommen wir zu einer Lobeshymne auf das Herkunftssystem: nicht nur, dass mein Vater sich in meinem Fall für eine Anlageform entschieden hatte, die mir in einem regelmäßigen Rhythmus das Konto mehr als ausgleichen würde ... sondern dann hat auch noch mein Bruder mein Angebot ausgeschlagen und - unter der Voraussetzung, dass das Geld nicht einfach zur Ankurbelung der Wirtschaft, sondern vielmehr zur Bildung von Rücklagen verwendet würde - auf die Tilgung verzichtet. Tausend Dank auch an dieser Stelle noch einmal dafür!!
So Ihr Lieben. Euphorisiert davon, über einige der kleinen Glücksmomente der vergangenen Wochen nachzudenken, werde ich mich jetzt von Euch verabschieden. Ich werde versuchen, Euch auch weiterhin auf dem Laufenden zu halten! ... Denkt immer daran: das Glück will gefunden und gelebt werden!