Sonntag, März 30, 2008

AdA-Kurse sind ...

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich das eben ja nur kurz angedeutet hatte, möchte ich an dieser Stelle doch noch das eine oder andere Wort über die AdA-"Fortbildung" verlieren, an der ich im vergangenen Jahr teilnehmen musste. Zunächst einmal stellen sich mir auch im Nachhinein noch folgende Fragen:
  1. Warum um alles in der Welt müssen studierte Diplom-Pädagoginnen an einer Fortbildung der Handwerkskammer teilnehmen, die eigentlich dazu dient, Handwerkern im Rahmen der Vorbereitung auf die Meisterprüfung berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse zu vermitteln?
  2. Wer um alles in der Welt hat festgelegt, dass diese Fortbildungen hausintern von der Geschäftsführung durchgeführt werden dürfen, nur weil in diesem Fall das Ehepaar diesen Schein vor einigen Jahren mal selbst - käuflich (?) - erworben hat?
  3. Wer um alles in der Welt hat zugelassen, dass eine ausgebildete Lehrerin für Realschulkids, die diesen Job offensichtlich weder gut noch gerne tut, VERSUCHEN darf, die pädagogischen Aspekte einer solchen Fortbildung zu vermitteln?

Vor allem meine letzte Frage konnte ich bis zum Schluss nicht beantworten und sie wurde - ähnlich einem Feuer in einer Gegend voller ausgetrockneter Sträucher, in der es nur eines Funkens bedarf, um einen Flächenbrand auszulösen - stets genährt.

Ein Beispiel: unsere stellvertretende Geschäfts"führerin" hat versucht, einer Kollegin, die an der Fortbildung teilnahm und aufgrund ihres Migrationshintergrundes Schwierigkeiten mit dem einen oder anderen Fremdwort hatte, den Begriff "Leittextmethode" wie folgt zu erläutern: "Leit ... wie von Parkleitsystem ... text wie der Text ... und methode wie die Methode ... ein zusammengesetztes Hauptwort nennt man das." ... Na wenn das mal nicht pädagogisch wertvoll war! ;o)

Ein weiteres Beispiel in der selben Besetzung. In diesem Fall ging es um die sogenannte "Vier-Stufen-Methode". Die Theorie besagt, dass nach der Vorbereitung und Motivation des Auszubildenden (Stufe 1) der Ausbilder die einzelnen Arbeitsschritte zunächst vormacht und erklärt (Stufe 2), diese dann durch den Auszubildenden nachgemacht bzw. selbst ausgeführt werden, während der Ausbilder danebensteht und bei groben Fehlern eingreift (Stufe 3) und der Auszubildende die erlernten Arbeitsschritte abschließend wiederholt und festigt (Stufe 4). ... Wenn Ihr diese Erklärung schon für eher laienhaft gehalten habt, dann haltet Euch jetzt fest. Denn die stellvertretende Geschäfts"führerin" erläuterte die Vier-Stufen-Methode wie folgt: stellen sie sich das wie ein Siegertreppchen vor ... und da zeichnet sie auch schon eine Treppe mit vier Stufen an die Tafel!

... häh?! Ich selbst stand zwar nie auf einem Siegertreppchen, aber wer mich in meiner Funktion als Fernsehjunky kennt, weiß, dass ich schon häufig in Sportübertragungen eins gesehen haben muss. Und egal ob Olympische Spiele, Weltmeisterschaften oder auch nur die Übertragung irgendeines Haus- und Hofwettbewerbs: die Siegertreppchen bestanden immer aus DREI "Stufen", die mitnichten wie die Stufen einer Treppe angeordnet waren!

Ich darf an dieser Stelle keine weiteren Beispiele anführen, weil ich mich sonst noch 9 Monate nach Abschluss der Prüfung und somit mindestens 36 Wochen nach der letzten Fortbildungseinheit mit dieser "Enzyklopädie der Pädagogik auf zwei Beinen" so in Rage schreibe, dass ich evtl. den Notarzt anrufen müsste.

Klar: im Nachhinein könnte ich auch sagen, dass die Fortbildung mit der dazugehörigen Prüfung und einem "sehr guten" Ergebnis zumindest einen Meilenstein in meiner persönlichen Lernbiographie darstellt. Aber zum einen denke ich nicht, dass die meisten meiner potentiellen Arbeitgeber sich auch nur annähernd für den Nachweis einer solchen Fortbildung interessieren und zum anderen weiß ich selbst ja durchaus das "sehr gute" Ergebnis zu meinen bisherigen Ergebnissen in Relation zu setzen ... weder Prüfung und Prüfungsvorbereitung noch der zu erstellende Unterweisungsentwurf waren auch nur im Ansatz in Bezug auf Aufwand und Qualität mit irgendeiner anderen Hausarbeit meiner schulischen oder universitären Vergangenheit zu vergleichen!

Kurz: wenn jemand von Euch das Angebot bekommen sollte, am Teil IV der Vorbereitung auf die Meisterprüfung "Berufs- und Arbeitspädagogische Kenntnisse" teilnehmen zu dürfen ... schlagt es dankend aus!

Neue Kolleginnen ... und die Folgen!

Hallo Ihr Lieben,
wenn ich so auf das Datum und den Inhalt meines zuletzt veröffentlichten Posts blicke, fällt mir zunächst einmal auf, dass ich eine sehr gute Menschenkenntnis zu haben scheine. Denn die neue Kollegin, von der ich seinerzeit so geschwärmt habe, erweist sich mehr und mehr als "Gewinn". Auf die Gründe hierfür möchte ich im Folgenden etwas detaillierter eingehen:
  1. Meine neue Kollegin hat mir nicht nur die Stunden im AdA-Kurs versüßt, sondern mir tatsächlich auch geholfen, diese Zeit überhaupt lebend zu überstehen. Hätte ich nicht die Möglichkeit gehabt, mich mit ihr vor, während und nach jeder "Unterrichtseinheit" psychohygienisch auszutauschen ... ich weiß nicht, was aus mir bzw. was aus unserer stellvertretenden "Geschäftsführerin" geworden wäre. Eventuell wäre sie der Lynchjustiz zum Opfer gefallen oder ich hätte sie bei amnesty international wegen Verstoßes gegen nahezu alle Menschenrechte öffentlich angeprangert.
  2. Meine neue Kollegin hat mich nicht nur über diverse Möglichkeiten des Erwerbs bzw. der Verkostung von bionade im Saarland aufgeklärt, sondern beispielsweise auch meine Alternativen zum Genuss von Sushi im Saarland um 100% ausgeweitet.
  3. Meine neue Kollegin hat unsere Fahrgemeinschaft nicht nur um ein zahlendes Mitglied erweitert ;o) sondern mit ihr ist auch die morgendliche Kommunikation in das jeweilige Fahrzeug zurückgekehrt. HURRA! ;o)
  4. Meine neue Kollegin hat mich animiert, meinen Hobbies ein weiteres hinzuzufügen ... aber darauf will ich erst in einem weiteren BLOG-Eintrag näher eingehen, da das an dieser Stelle zu weit gehen würde.

Ihr seht: neue Kolleginnen können also WIRKLICH ein Gewinn sein!

Das Alter(n)!

Hallo Ihr Lieben,
das mit dem Alter(n) ist so eine Sache: die Jahre vergehen wie im Fluge und vergesslich werden wir auch. Und so kann es tatsächlich passieren, dass - auch wenn der subjektive Eindruck ein anderer war - mein letzter Blog-Eintrag vor etwas mehr als einem Jahr verzeichnet wurde. ... Wenn man nicht alles selber macht ... tststs! ;o)
Klar: ich habe durchaus die wehmütigen Mails einiger weniger FreundInnen gelesen, in denen ich auf die lange Abstinenz bei blogger.com hingewiesen wurde. Und ich habe auch den leicht pikierten Unterton in Telefonaten vernommen, wenn es um meinen BLOG ging. Aber - ein Nebenprodukt des Alter(n)s oder auch eine meiner persönlichen Charaktereigenschaften ... da bin ich noch unschlüssig: all das habe ich vorzüglich verdrängt. Außerdem kam dann immer wieder was dazwischen oder ich habe mich beispielsweise - auch eine mögliche Begleiterscheinung des Alter(n)s - nicht spritzig genug gefühlt, um mich in einem solchen Forum zu äußern.
Aber jetzt ist die lange, bange Zeit des Wartens ja zu Ende und ich will mal schauen, was die letzten 12 Monate so gebracht haben bzw. an was davon ich mich noch erinnern kann. ;o)
Also dann: bis zum nächsten Blog-Eintrag, der hoffentlich - sollte ich das jetzt nicht gleich altersdementiell bedingt wieder vergessen - bald folgen wird.